Augen zu und durch!

Feuilleton | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Das AzW zeigt den Weg des russischen Architekten Alexander Brodsky vom Visionär zum Oligarchenliebling

Porträt: Erich Klein

Alexander Brodsky blickt zufrieden drein, als er durch seine Installation im Architekturzentum Wien (AzW) schreitet, mit Kommentaren hält er sich allerdings zurück. Im Inneren seiner "Total-Installation“, einer mit weißem Sperrholz verschalten, begehbaren Kiste, breitet sich der Gestank von altem Motoröl aus.

Über dem Kopf des Besuchers sind Netze gespannt, auf denen Objekte liegen: ein Fahrrad, eine Tasche, Flaschen. Sie sind schwarz angemalt und spiegeln sich auf der ebenfalls schwarzen Oberfläche einer mit Erdöl gefüllten Wanne - wie ein lautlos explodierendes Muster. Oben ist unten, das Bild ein Gegenstand: Man kann hier leicht die Orientierung verlieren. Doch dann entfährt Russlands international bekanntestem Architekten doch ein Kommentar: "Es ist zum Kotzen!“

Brodsky ist ein besonnener Mann, aber wenn es um seine Heimatstadt Moskau geht, gerät der

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