Begegnungen der nostalgischen Art

Feuilleton | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Auf Spielbergs Spuren: "Super 8“ ist das gewitzteste Hollywood-Spektakel dieses Sommers

Filmkritik: Joachim Schätz

Jahr ein, Jahr aus rast ein Zug namens Blockbusterkino durch die Multiplexe. Begonnen hat die halsbrecherische Fahrt mit Genremixturen wie Steven Spielbergs "Der weiße Hai“ (1975) oder George Lucas’ "Krieg der Sterne“ (1977). Diese und ähnliche Überraschungserfolge formatierten das sieche Hollywoodsystem der 70er-Jahre grundlegend neu. Die ökonomischen und ästhetischen Konsequenzen lassen sich noch heute an den Kinospielplänen ablesen.

Inzwischen ist der Blockbuster, dieser Inbegriff des kulturindustriellen Immerneuen, aber selbst historisch geworden. Ein untrügliches Indiz dafür: Im aktuellen Hollywoodangebot sind die Pioniertaten von Spielberg und Lucas nicht mehr nur Gegenstand zahlreicher Imitationen, sondern regelrechter Nostalgie.

Zuletzt errichteten die Briten Simon Pegg und Nick Frost dem Spektakelkino der 70er- und 80er-Jahre mit der Alienkomödie "Paul“

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