"Es geht um kritische Reflexion“

Feuilleton | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Der Wiener Rapper Elvis Trickzdabeat nutzt Hip-Hop als Therapieersatz

Porträt: Gerhard Stöger

Wien hat definitiv schönere Bezirke als den 15. Aber auch in Rudolfsheim-Fünfhaus gibt es schmucke Ecken. Den Auerwelsbachpark etwa. Eine weitläufige Grünanlage, vier Straßenbahnstationen stadtauswärts vom Westbahnhof gelegen.

Schnell vergisst man hier die schäbige Umgebung der äußeren Mariahilfer Straße und den Verkehr, der unentwegt am Park vorbeidonnert. "Schön, oder?“, fragt Elvis Trickzdabeat, der unscheinbar gekleidete Rapper, der gleich ums Eck aufgewachsen ist und den Park als Interviewort vorgeschlagen hat. Hier war er immer zum Kopfauslüften, während er eineinhalb Jahre lang an seinem ersten Soloalbum gearbeitet hat: "Jenseits von Wut und Möse“.

Ohne Wissen um den Kontext wirkt dieser Plattentitel wie ein halblustiges Wortspiel mit stark pubertärem Beigeschmack. Für eine Hip-Hop-Produktion ist er aber durchaus gewitzt - und vor allem auch von der Aussage her beachtlich.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige