Das mysteriöse US-Kollektiv Shabazz Palaces beweist mit seinem Album "Back Up“: Der Hip-Hop lebt!

Feuilleton | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Musikkritik: Sebastian Fasthuber

Es beginnt mit einem leisen Surren. Heftiges Wummern folgt, ein robotischer und doch eminent funkiger Beat setzt ein. Ein Rapper fängt an, seine Verse zu spucken. Erst klingt er, als befände er sich in seinem Selbstgespräch. Dann wendet er sich, begleitet von außerirdischen Backgroundsängerinnen, doch an die Zuhörer und behauptet glaubwürdig: "I’m free.“

Shabazz Palaces - in etwa: schäbige Paläste - heißt das Hip-Hop-Kollektiv aus Seattle, das sich diese Musik ausgedacht hat. Sein Album "Black Up“ ist nicht nur die erste Hip-Hop-Veröffentlichung des altgedienten Indielabels Sub Pop. Es ist ob seines Wagemuts und seiner leidenschaftlichen Nervosität auch eines der wenigen Werke im Pop, dem man momentan den Stempel "Musik zur Zeit“ aufdrücken möchte.

Der Erfinder von Shabazz Palaces heißt Palaceer Lazaro. Der schräge Name wirkt wie einem Roman von Thomas Pynchon entsprungen. Tatsächlich handelt es sich auch um ein Pseudonym, hinter dem


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