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Kultur kurz

Feuilleton | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Agota Kristof 1935-2011

Die ungarisch-schweizerische Autorin Agota Kristof verstarb vergangenen Mittwoch in Neuenburg in der Schweiz, wo sie seit ihrer Flucht aus Ungarn 1956 gelebt hatte. Seit den 70er-Jahren schrieb Kristof in französischer Sprache, vor allem Prosa, aber auch Theatertexte. Ihre persönliche Geschichte erzählte sie in skizzenhafter Form in dem Buch "Die Analphabetin“ (2005). "Wie wäre mein Leben gewesen, wenn ich mein Land nicht verlassen hätte?“, fragt sie sich darin. Die Antwort: "Härter, ärmlicher, denke ich, aber auch weniger einsam, vielleicht glücklich.“

Zu einer international bekannten Größe wurde Kristof gleich mit ihrem ersten Roman, "Das große Heft“, (1986). Auch dieser Text ist autobiografisch geprägt und handelt anhand ihres eigenen Schicksals große Themen wie Krieg, Flucht und Ideologien ab. Auf Deutsch ist ein Großteil ihres in mehr als 30 Sprachen übersetzten Werks in Taschenbuchform erhältlich. 2008 wurde die Autorin mit dem Österreichischen


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