Fußball 

Grauer Ligafußball und eine Fußballsonne

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Armin Thurnher beobachtet statt Wolfgang Kralicek das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Sonntag in unserer Bundesliga: drei Spiele und kein einziges Tor. Das Missvergnügen daran gründete nicht nur auf der Torlosigkeit. Bissige Zweikämpfe im Mittelfeld, null Spielintelligenz, geschweige denn Spielfreude. So wird Fußball saure Pflicht. Wären da nicht zum Beispiel Leute wie Xavi Hernandez von Barcelona, ein Mann einer in jeder Hinsicht anderen Liga. In einem wunderbaren, ganzseitigen Gespräch in der Süddeutschen Zeitung vom 26.7. machte er uns wieder einmal klar, warum die Sonne aufgeht, wenn Barca spielt. Zum Beispiel sagte er: "Wenn ich einen Typen sehe, der einen Ball aus 30 Meter Höhe mit einer Geste unter Kontrolle bringt, sage ich: ¡Hostia! das ist ein Talent! Das Einfache ist doch, wenn sich eine Mannschaft mit acht Leuten hinten verbarrikadiert. Da kann doch jeder mitspielen.“ Oder - siehe Österreich - nicht einmal das.


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