Süß-sauer all over

Stadtleben | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Kreationen mit Welterfolgspotenzial in süß-sauer und Gelb bis Rosa. Flauschig auch

Gerichtsbericht: Werner Meisinger

Letztens wehte mich der böse Sommerwind in einen dieser Leichtbausessel am Naschmarkt und ins Zentrum eines Unbequemlichkeitsorkans aus populärer Musik, mitteilungsbedürftigen Menschen mit Kusszwang, kontemplativem Servierpersonal und einem kulinarischen Angebot, das mich in eine Stimmung von 1000 Jahre Traurigkeit versetzte. Rundum in Joghurt- und Glutamatteichen dümpelnde Biomasse in der Art von gehäckselten Salat-, Rinder- und Hühnerteilen. Da erschien mir die Bestellung eines Cheeseburgers das kleinste Übel.

Der Burger war aber doch auch von Übel, nämlich zusammengesetzt aus holzwolletrockenen Teiglingen, einer von jeder Würze und in ihrem Innersten auch von jeder Garung verschonten Restfleischverwertung, Schmelzkäse nach Alma-Art, ein paar Salatfragmenten sowie ohne diese Senf-Ketchup-Mischung drinnen, die einen Burger, wenn schon nicht genießbar, so zumindest


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