Seinesgleichen geschieht

Uwe Scheuch verurteilt: ein guter Tag für Österreichs Justiz

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Vor unaufhaltsamen Aufstiegen wird gewarnt. Das Unvorhersehbare existiert in der Politik wie sonst überall, die Sonne fällt hier leichter vom Himmel als in der Natur, schon sieht die Welt anders aus, der nächste unaufhaltsame Aufstieg kann beginnen. Seit ein paar Jahren beobachten wir mit gebotener Fassungslosigkeit den Aufstieg von Hazeh Strache und den Seinen. Sie brauchen weder politische Argumente noch eindrucksvolle Beredsamkeit. Ein paar primitive rhetorische Tricks, zwei, drei politische Schmähs und ein Quäntchen Kooperation mit den Machthabern vom Boulevard genügen, damit ein Viertel des Publikums die Rechtspartei wählt. Obwohl (oder weil?) deren Anführer im europäischen Vergleich eher die Rolle eines Faschingsprinzen übernimmt.

Neben anderen demokratischen Institutionen ist die Justiz in die Krise geraten. Die schleppende Aufklärung von Skandalen kann man mit personeller Unterbesetzung oder mit dem politischen Willen zur Vertuschung erklären, wobei das Erste aus dem

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