Kommentar

Auch in Zeiten von Gentests an Föten gilt: Mein Bauch gehört mir

Frauenpolitik

Falter & Meinung | Barbara Tóth | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Wie immer, wenn es um das "A“-Wörtchen geht, reicht eine kleine Ankündigung, um den konservativen Empörungschor wachzurütteln. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) forderte vor kurzem, dass Abtreibungen in allen öffentlichen Krankenhäusern durchgeführt werden sollen, also auch in Vorarlberg, Tirol und dem Burgenland.

Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) protestierte umgehend und wünschte sich mehr "Mut zum Kind“. ÖVP-Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg stemmt sich aus Prinzip gegen Gentests an Embryonen, wie sie im Herbst in Österreich erstmals zugelassen werden sollen. Er warnt vor "eugenischer Selektion“ und dem "perfekten Designerbaby“. Frauen sollen seiner Meinung nach ihr Ungeborenes auch nicht mehr straffrei abtreiben dürfen, wenn es sich als schwer krank oder behindert herausstellt. Der Sankt Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng nannte Abtreibungen eine "Wunde der Gesellschaft“.

Was haben diese Debattenbeiträge gemeinsam? Sie stammen von Männern,


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