"Jetzt erst recht!“

Politik | Bericht: Stefan Apfl, Wolfgang Zwander | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Wie die Freiheitlichen nach dem Schuldspruch gegen FPK-Chef Uwe Scheuch gegen den Rechtsstaat mobil machen - und damit ihren eigenen Kanzleranspruch verlieren

Als Uwe Scheuch, 42, den vollbesetzten Schwurgerichtssaal am Landesgericht Klagenfurt am Dienstag, dem 2. August, kurz vor zwölf Uhr mittags wortlos verlässt, bleiben dem Nebenerwerbsbauern zwei Möglichkeiten.

Der Obmann der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei Kärnten (FPK) und stellvertretende Landeshauptmann, der wegen versuchter Geschenkannahme - nicht rechtskräftig - zu 18 Monaten Haft, davon sechs unbedingt, verurteilt wurde, kann seine Ämter zurücklegen. Er kann das Urteil als falsch kritisieren und sich bis zur endgültigen Entscheidung des Berufungsgerichts Ende des Jahres auf seinen Sternhof in Oberkärnten zurückziehen. Die Option lautet Rückzug, Demut, Schadensbegrenzung, für ihn und die Freiheitlichen.

Doch Uwe Scheuch und seine Kameraden entscheiden sich für die zweite Möglichkeit: Die Rechten ziehen in


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