"Mein Kampf“, mitten am Naschmarkt

Politik | Flohmarktbesuch: Nina Horaczek | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Der Handel mit Nazi-Devotionalien boomt. Die Grünen fordern eine Verschärfung des NS-Verbotsgesetzes

Die SS-Runen, das Erkennungszeichen von Adolf Hitlers gefürchteter Schutzstaffel, die links auf dem Stahlhelm prangen, haben schon ein paar Kratzer abbekommen. Das Hakenkreuz auf der rechten Seite des Helmes hat der Händler vorsorglich mit Papier verdeckt. Beim goldenen Anstecker daneben ist die Gravur einwandfrei zu lesen: "Ein Volk, ein Reich, ein Führer“, steht rund um das Bild von Adolf Hitler.

Der kleine Antikflohmarkt am Hof im ersten Bezirk, vis-à-vis vom Polizeikommissariat, dort, wo hunderte Touristen vorbeiflanieren, entpuppt sich als Eldorado für all jene, die dem Nationalsozialismus bis heute nachtrauern. Neben Ansteckern mit Hitler-Bild, einem SS-Helm, Gürtelschnallen mit SS-Totenkopf gab es dort vergangene Woche auch "Triumph der Kriegskunst“ von Wilhelm Weiß, dem Chefredakteur des NS-Propagandablatts Völkischer Beobachter. Für die arische Frau von heute finden


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