Ein Baumeister mit einer großen Mission

Politik | Porträt: Barbara Tóth | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Architekt Roland Gnaiger kämpft gegen die Verhüttelung und lehrt Architekturstudenten das Baukünstlertum

Die Weißtanne zum Beispiel. Mit der Weißtanne sei es wie mit dem steirischen Kürbiskernöl, meint Roland Gnaiger, während er mit großen Schritten die Landstraße hoch über Bregenz zu seinem Lieblingswirtshaus Adler auf der Fluh marschiert. "Noch vor einem Jahrzehnt wurden Kürbisse in der Steiermark an Schweine verfüttert. Inzwischen feiert man ihr Öl als grünes Gold.“

Auch das Tannenholz aus dem Wald vor der eigenen Haustür galt den ansässigen Tischlern lange als minderwertig, gerade gut genug zum Bau von Verschlägen oder zum Verfeuern. Inzwischen schätzt man das helle, warme Material wieder. Sägerau und ungehobelt wird es als Außenhaut für jene modernen und schlichten Häuser verwendet, die den guten Ruf der zeitgenössischen Vorarlberger Architektur begründeten. Oder es wird, geschliffen und geölt, von den Kunsttischlereien des Bregenzerwaldes zu Tischen oder


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