Basisliteratur in Sachen politische Bildung

Politik | Rezension: Otmar Höll | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Der Doyen des österreichischen Verfassungsrechts, Manfried Welan, hat einen schmalen, lesenswerten Band zum Grundgesetz vorgelegt

Ziemlich unbeachtet ist ein kleines und wirklich feines Buch von einem Doyen des österreichischen Verfassungsrechts, Manfried Welan, erschienen. Darin zeichnet der wohl "politikwissenschaftlichste“ aller Verfassungs- und Verwaltungsrechtler seiner Generation, der unter Erhard Buseks "Wiener Zeit“ auch zu politischen Ehren gekommen ist, die Geschichte der österreichischen Verfassung seit dem Revolutionsjahr 1848 nach. Und er tut dies in unnachahmlich Welan’scher Weise, aufklärerisch-kritisch und dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - höchst erfrischend und mit auf großem Verständnis für Österreichs politische Kultur basiertem Mehrwert. Seine Ausführungen machen deutlich, wie sehr die oft halbherzig, dann wieder revidiert und verzerrt in die österreichische(n) Verfassung(en) eingebauten normativen Grundideen einer republikanischen und demokratischen


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