"Da bleibt mir die Spucke weg“

Medien | Gespräch: Wolfgang Zwander | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Michael Frank, Österreich-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, spricht über die institutionelle Niedertracht unserer Politiker

Für manche ist er schon fast eine Institution: Michael Frank. Der SZ-Korrespondent begleitet seit 1986 die österreichische Innenpolitik mit seinen kritischen Analysen - mit Jahresende geht er in Pension. Dem Falter erzählt er zuvor noch in einem großen Abschiedsinterview, warum er als Homo politicus und Privatperson nicht in Österreich leben möchte.

Falter: Herr Frank, worüber müssen Sie sich in Österreich noch immer wundern?

Michael Frank: Es sind zwei Dinge, und man kann ihnen eine positive und eine negative Blickrichtung geben. Erstens gibt es in Österreich ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber der Demokratie. Die Menschen haben tiefer sitzende Vorbehalte gegen die Politiker als anderswo in Europa.

Und was ist das Positive?

Frank: Das wunderbare Talent, aus Schwindel etwas Gutes zu machen. Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Österreich ist heute das


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