Auf den Ekel folgt das Leid und die Sprachlosigkeit

Feuilleton | Rezension: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Die deutsche Autorin Charlotte Roche greift in ihrem autobiografischen neuen Roman "Schoßgebete“ die Bild-Zeitung an

Mehr als zwei Millionen Mal verkaufte sich Charlotte Roches Romandebüt "Feuchtgebiete“ (2008). Der Nachfolger "Schoßgebete“ hat eine Startauflage von 500.000 Exemplaren - und die müssen sich erst einmal verkaufen.

"Eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle“, versprach die Autorin vorab. "Ich schwöre“, schickte sie bekräftigend und vielleicht auch etwas unsicher hinterher. Es klang, als möchte Roche einen potenziellen Blockbuster anpreisen, über dessen Blockbusterqualitäten sie sich im Vorhinein nicht sicher sein konnte.

Am 8. August dann, zwei Tage vor Erscheinen des Buches, das große Spiegel-Interview - nach wie vor eine wirksamere Werbung als jede Social-Media-Kampagne. Roche lässt darin nichts aus, spricht darüber, dass sie in dem neuen Roman eine tiefe Lebenskrise verarbeitet habe: Magersucht, Alkoholismus, Depressionen, die ganze Palette. Das nun klingt


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