Ohren auf

Allerlei Indiepop-Freundlichkeiten

Sammelkritik

Feuilleton | Gerhard Stöger | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Jonathan Richman, dieser ewige Spitzbub unter den Singer/Songwritern, war noch nie die schlechteste Referenz. Kaum jemand weiß das so gut wie Herman Dune, deren Gesamtwerk eine einzige Verbeugung vor Richman darstellt. Auch auf "Strange Moosic“ (City Slang) spielen sie nahe am Folk gebauten Pop der simplen, schnell ins Ohr gehenden Machart, die Stimmung pendelt zwischen beinahe ausgelassen und leicht nachdenklich. Die Texte einen einmal mehr Naivität und Liebenswürdigkeit; "Tell Me Something I Don’t Now“, der Hit des Albums, ist das entzückendste Stück Kulturpessimismus dieser Saison.

Der einnehmende Schrammelrock des jungen britischen Trios The Wave Pictures lässt sich ebenfalls ziemlich klar auf den frühen Jonathan Richman zurückführen, als dieser Mitte der 70er-Jahre noch mit seiner Band The Modern Lovers spielte. "Beer in the Breakers“ (Moshi Moshi) ist minimalistisch angelegt und doch nie um kleine Späßchen verlegen, wobei The Wave Pictures mit ihrer zwölfteiligen


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