Extremsport Exorzismus

Stadtleben | Bericht: Johann Skocek | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Dopingprozess gegen Walter Mayer: Damit Österreichs Spitzensport nicht ins Gerede kommt, braucht es Sündenböcke

Seit 8. August läuft die Säuberungswelle im österreichischen Sport wieder zu imposanter Größe auf. Sie trägt den Strafprozess gegen den Ex-Langlauftrainer Walter Mayer in die Stadt. Er ist die Folge zweier Dopingskandale. Nach den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City fand eine Putzfrau gebrauchte Spritzen und Blutbeutel in den Abfalltonnen neben dem ÖSV-Quartier. Der damalige Langlauftrainer Walter Mayer wurde vom IOC und vom Internationalen Skiverband Fis für zehn Jahre gesperrt. Vier Jahre später in Turin durchsuchten Carabinieri zwei Olympiaquartiere des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) und fanden Utensilien, die auf verbotene Dopingmethoden schließen ließen. Mayer, der angeblich aus privaten Gründen dort gewesen war und in Kontakt mit dem ÖSV-Team stand, flüchtete aus Italien. Seine Fahrt endete aber in einer Kärntner Straßensperre.

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