Sex in the Foody

Stadtleben | Supermarktkritik: Florian Holzer | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Spar hat die Urbanität entdeckt, will diese kulinarisch unterfüttern

Achtung, Lamento: Es gibt in Wien viel zu wenige Bankomaten. Beziehungsweise ballen sich die recht lebensnotwendigen Dinger in mitunter aberwitziger Dichte, und anderswo hat man bargeldmäßig halt ein schlechtes Jahr erwischt. Ein Masterplan ist nicht erkennbar, außer vielleicht, dass man ein bisserl mehr spazieren gehen sollte.

Die Bank am Getreidemarkt, Ecke Babenbergerstraße, war so ein Fall: einzige Geldtankstelle in einem Umkreis von 300 Metern, ja, trotz Mariahilfer Straße. Die machte vor ein paar Monaten zu, ein neues Konzept der Supermarktkette Spar, das sich "Food in the City“ nennt, zog ein.

Das neue Konzept sieht nach eigener Angabe vor, "das Tempo einer pulsierenden Szene aufzunehmen und eine inspirierende Atmosphäre zu schaffen“.

Klingt prächtig, ist dann ein properer kleiner Supermarkt mit viel weißer Farbe, ein paar Sitzpulten, irritierend verteilten Kassen, relativ großer Präsentationsfläche


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