850 Megabyte UVP-Files und viele technische Fragen

Bericht: Herwig G. Höller | Steiermark | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Die Estag hat ihre Unterlagen zur Umweltverträglichkeit des Grazer Murkraftwerks eingereicht. Aber wer bezahlt den Sammelkanal?

Wissen Sie, wie umfangreich diese Materialien sind?“, erwidert die Dame bei der Estag-Hotline. Die Rede ist von 14 Aktenordnern, die der steirische Stromkonzern im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) des geplanten Grazer Wasserkraftwerks im Stadtteil Puntigam eingereicht hat. Bis Ende August können Kraftwerkskritiker ihre Einwände deponieren. In dieser Zeit liegen die Materialien auch beim Land Steiermark öffentlich auf. Auf der Homepage der Estag, die ansonsten gerne offensive Öffentlichkeitsarbeit macht, ist von den eigenen UVP-Materialien nichts zu sehen. Transparenter agieren die Gegner des Bauvorhabens: Sie stellten die 850 Megabyte kürzlich komplett ins Netz.

Ihrer Ausrichtung nach finden sich auf den Tausenden Seiten voller technischer Details keine Überraschungen. Die Estag, zu 75 Prozent im Landesbesitz, geht davon aus, dass ihr Kraftwerk

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