Sport und Musik am Donaukanal

Barbara Schellner | Lexikon | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

Sommer-Hotspots, Teil 4: der Donaukanal, von Spittelau bis Tel Aviv

Der Donaukanal. Lange dümpelte die braune Wasserlacke, die Wien in unregelmäßige Teile zerlegt, einsam vor sich hin. Als Erstes wagte das Flex 1995 das Experiment: ein Gastgarten direkt am Wasser. Die schlichten Holzbänke und das damals noch selbst mitgebrachte Bier machten das "Vor-dem-Flex-Sitzen“ unter jungen Menschen bald zu einem der beliebtesten Sommerabendaktivitäten der Stadt.

Weiter wollte man sich allerdings nicht wagen, rankten sich doch zahlreiche urbane Legenden um den Kanal. So munkelte man, dass im Kanal Eisenstreben verankert wären, um Schiffe am Weiterfahren zu hindern - und dass sich daran schon allerlei Betrunkene aufgespießt hätten. Das, die funzelige Beleuchtung und diverse finstere Ecken inklusive eindringlicher Warnungen der Eltern hielten Besucher lange Zeit vom Rest des Donaukanals fern.

Radfahrer auf dem Weg nach Klosterneuburg haben aber schon damals festgestellt, dass der Donaukanal Potenzial

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