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Spöttisches Gelächter von hinter der Staffelei

Lexikon | aus FALTER 32/11 vom 10.08.2011

In seinen humorvollen Genreszenen machte sich der 1805 geborene Biedermeiermaler Josef Danhauser über menschliche Schwächen lustig. Besonders Mimik und Gestik seiner Figuren stellte der Künstler satirisch dar. In der Zuspitzung war dem Wiener der englische Künstler William Hogarth ein Vorbild, dessen sozialkritische Kupferstiche "The Rake’s Progress“ oder "Marriage à la mode“ ihn zu etlichen der in der jetzigen Belvedere-Ausstellung "Josef Danhauser. Bilderzählungen“ gezeigten Arbeiten inspirierten. Als Vorlage dienten dem Künstler literarische Stoffe, deren Inhalt er äußerst lebendig umsetzte. Auch der eigene Stand war vor Danhausers Spott nicht gefeit: Immer wieder malte er komische Atelierszenen, in denen es drunter und drüber ging, und thematisierte auf diese Weise die Künstlerexistenz. NS

Belvedere, bis 25.9.


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