Kolumne

Ohne einheitliche Politik wird Europa selbst zum Krisenfaktor

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 33/11 vom 17.08.2011

Als im Herbst 2008 der Zusammenbruch von Lehman Brothers das internationale Finanzsystem bedrohte, verhinderte das koordinierte Vorgehen der wichtigsten Wirtschaftsnationen den Totalkollaps.

Die US-Regierung pumpte Tausende Milliarden Dollar in Banken, Autofirmen, in die Konjunktur. In einem denkwürdigen Fernsehauftritt garantierten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der damalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) die Sparguthaben der Deutschen. Der konservative französische Präsident Nicolas Sarkozy versprach ein Ende des Kasinokapitalismus.

Drei Jahre später hat sich die Bankenkrise auf die Staaten selbst ausgeweitet. Eine zweite weltweite Rezession ist nicht mehr ausgeschlossen (siehe S. 10). Die Massenarbeitslosigkeit in den USA bedroht Barack Obamas Wiederwahl. Die jugendlichen Plünderer in Großbritannien wirken wie Vorboten zukünftiger Erschütterungen. Die berühmten Märkte spielen verrückt und die Politik in Europa und Amerika scheint mit ihrem

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