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Gespräch: Wolfgang Zwander | Politik | aus FALTER 33/11 vom 17.08.2011

Der englische Kriminalitätsforscher Keith Hayward über den Zusammenhang zwischen Krawallen, Massenkonsum und Verbrechen

Die Reaktionen auf die marodierenden Banden und die Krawalle und Plünderungen, die vergangene Woche im Londoner Stadtteil Tottenham losbrachen und sich von dort wie ein Lauffeuer auf das ganze Land ausbreiteten, beschränkten sich fast ausschließlich auf ein einziges Wort: Unverständnis. Fast niemand wollte und konnte verstehen: Warum verwandeln junge Menschen ihre Viertel scheinbar grundlos in ein Inferno? Der Falter hat den international renomierten Kriminologen Keith Hayward gebeten, diese Frage zu beantworten.

Falter: Herr Hayward, die Rechten sagen, die Randalierer und Plünderer seien Kriminelle, die Linken sprechen von einer politischen Bewegung oder gar von Klassenkampf. Wie sehen Sie das?

Keith Hayward: Krawalle haben immer eine ideologische Seite, und in einem größeren Rahmen betrachtet sind sie daher politisch. Zu den aktuellen Unruhen kommt aber etwas hinzu,

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