Wieder gelesen

Bücher, entstaubt 


Politik | aus FALTER 33/11 vom 17.08.2011

Fortschritt, der kaputtmacht

Pier Paolo Pasolini ist nie unaktuell, in Zeiten, in denen in London Jugendliche durch die Straßen marodieren, sind seine Schriften aber besonders relevant. Sein Werk "Freibeuterschriften“ ist eine Sammlung seiner stärksten Polemiken gegen die Konsumgesellschaft. Die Essays sind zu vielseitig, um sie in ein paar Sätze zu fassen, des Autors Hauptvorwurf gegen die Mächtigen lautet aber implizit immer: Es sei ihnen egal, dass Massenkonsum und sogenannter Fortschritt das Leben der von Pasolini so verehrten "einfachen Menschen“ kaputtmachen würden. Weil wir in einer Welt leben, in der Dinge über Menschen gestellt werden.

Wolfgang Zwander

Pier Paolo Pasolini: Freibeuterschriften, 1978, Wagenbach, 174 S., € 11,30


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