Nachgesehen

Rettungseinsatz endet für Tschetschenen auf der Polizeistation

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Politik | Stefan Hayden | aus FALTER 33/11 vom 17.08.2011

Donnerstag vorletzte Woche in einer Flüchtlingswohnung des Vereins Ute Bock: Ein Tschetschene klagt über Atemnot. Seine Frau ruft die Rettung. "Die Sanitäter des Roten Kreuzes wollten den Mann ins Krankenhaus bringen“, sagt Ute Bock, "als sie merkten, dass er nicht krankenversichert ist, hat die Rettung die Polizei geholt.“ Diese hätte dann die Wohnung durchsucht und alle Anwesenden auf das Polizeirevier genommen.

"Es herrschte Panik, die Kinder dachten, alle werden abgeschoben“, erzählt eine Bewohnerin. "Die erkrankte Person wollte Medikamente, die wir nicht ausgeben können“, sagt hingegen ein Sprecher vom Roten Kreuz. Da die Rettungsleute den Mann nicht gegen dessen Willen ins Spital bringen darf, hätten Sie verlangt, dass er einen Revers unterschreibt. Die Polizei sei gerufen worden, um die Identität des Kranken, der sich nicht ausweisen konnte, zu bestätigen. "Sonst hätte die Rettung nicht wegfahren dürfen“, heißt es beim Roten Kreuz.


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