Nach dem Feuer

Feuilleton | Porträt: Klaus Stimeder / New York | aus FALTER 33/11 vom 17.08.2011

Der junge Ägypto-Amerikaner Cherif el-Masri ist einer der vielseitigsten und mutigsten Musiker Kairos. Mit seiner Band Eskenderella gab er der ägyptischen Revolution ihre Hymne

Es kümmert mich ehrlich gesagt wenig, was mit ihm passiert. Wichtig wäre, dass das Geld, das er und seine Bande den Ägyptern gestohlen haben, wieder ins Land kommt. All die Millionen, die bis heute auf amerikanischen und Schweizer Bankkonten liegen. Soll man ihn für seine Taten mit dem Tod bestrafen? Ich weiß es nicht. Ich kann die Menschen verstehen, die ihn hängen sehen wollen. Aber auf der anderen Seite: Er ist nur ein alter, kranker Mann, der sowieso bald sterben wird.“

Während rund 9000 Kilometer entfernt das Verfahren gegen Hosni Mubarak eröffnet wird, sitzt Cherif el-Masri am Tresen einer der letzten Bars von New York, in denen noch geraucht werden darf, und erzählt Geschichten von der Revolution in Kairo, von der Liebe zu seinem Land und von der Macht der Musik.

Das Schicksal seines ehemaligen Präsidenten


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