Überall ist es besser, wo wir nicht sind

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 33/11 vom 17.08.2011

In "Midnight in Paris“ schickt Woody Allen einen Amerikaner auf Zeitreise in die wilden 20er

Für das Hier und Heute, das Paris der Gegenwart, interessiert sich Woody Allen keine drei Minuten. 60 Einstellungen lang hetzt die Kamera durch die Stadt, zeigt Paris, wie es ein Tourist am ersten Tag seines Aufenthalts sehen mag. Dann folgen Schwarzfilm, der Titel - und eine Fantasy typisch Allen’schen Zuschnitts beginnt.

"Midnight in Paris“ erzählt über einen Hollywoodschreiberling namens Gil (Owen Wilson), der mit seiner Verlobten Inez (Rachel McAdams) und deren erzreaktionären Eltern ein paar Wochen in Paris verbringt, um sein Romandebüt abzuschließen.

Doch seine Geschichte eines Nostalgieshopbesitzers ist für Inez und ihre Bekannten, allen voran Carol und Paul, nur Anlass, sich über Gils schriftstellerische Ambitionen lustig zu machen. "Nostalgie ist Verdrängung“, analysiert Inez’ ehemaliger Dozent (Michael Sheen mit professoralem Vollbart): "Verdrängung der Gegenwart, mit


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