Interview mit Woody Allen: "Meine Güte, wie schön war das damals“

Feuilleton | Interview: Julia Pühringer | aus FALTER 33/11 vom 17.08.2011

Kaum ein berühmter Schauspieler und Regisseur entspricht dem Bild, das man sich von ihm gemacht hat, so sehr wie Woody Allen. Beim Interview in Cannes trifft man also auf einen nachdenklichen, freundlichen, älteren Herren, der wild gestikuliert und fürchterlich schnell spricht.

Falter: Wie kamen Sie auf Paris in den 20er-Jahren?

Woody Allen: Wenn man an Paris denkt, fallen einem sofort die Belle Époque und die 20er ein. Ich wuchs in den 40ern und 50ern auf und kannte Paris nur aus dem Kino, aus "Gigi“ und "Ein Amerikaner in Paris“. Ich verbinde es nur mit schönen Dingen: mit Hemingway, Picasso, all den Bohemiens, die in Bars Absinth trinken.

Owen Wilson, der sich im Film in diese Zeit zurückwünscht, wirkt wie ein junger Woody Allen.

Allen: Sie sind sicher die 20. Person, die das zu mir sagt. Und Sie sind auch die 20., die völlig falsch liegt. Owen Wilson ist das komplette Gegenteil von mir! Ich bin aus New York, Owen Wilson lebt auf Hawaï. Er ist groß, blond, Surfer, gern am Strand.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige