7 Sachen die Sie über Postkarten eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 33/11 vom 17.08.2011

Gibt’s die denn überhaupt noch?

Es gibt sie noch, die gute alte Postkarte. Obwohl die Anzahl der versendeten Postkarten in den vergangenen zwei Jahrzehnten um geschätzte 75 Prozent zurückgegangen ist.

Wozu Postkarten verschicken?

Post- und Ansichtskarten sind wesentlich persönlicher als ein SMS oder ein E-Mail. Immerhin hat sich der Absender die Mühe gemacht, eine auszuwählen, eine Briefmarke zu kaufen. Er hat sie beschrieben und einen Briefkasten gesucht (die mittlerweile gar nicht mehr so leicht zu finden sind).

Seit wann gibt es sie eigentlich?

Die ersten Post- oder Correspondenzkarten, wie sie damals hießen, wurden 1861 in den USA zugelassen. In Österreich-Ungarn hatten sie 1869 Premiere. Die erste offizielle Ansichtskarte datiert mit 1866.

Ansichts- und Postkarte, Jacke wie Hose

Gar nicht. Eher Ballkleid wie Socken. Immerhin war die Ansichtskarte mit ihrer einseitigen Bebilderung wesentlich aufwendiger und auch teurer in der Herstellung.

Welche waren die populärsten Motive?

Eine der ersten seriellen Ansichtskarten war mit einer Zeichnung von Bierzelten versehen. Sie stammte von einem Münchner Lithograf. Generell waren Landschaften und Sehenswürdigkeiten immer beliebt. Es gab aber auch Künstlerpostkarten etwa von der Wiener Werkstätte, dem Blauen Reiter und der Brücke.

Wann war ihre Hochzeit?

Während der Weltkriege wurde die Postkarte zum Massenmedium. Besonders im ersten, als Feldpost.

Und heute?

Heute gibt es sogenannte E-Postkarten. Man lädt ein Foto hoch und die Karte wird per Post zugestellt. Quasi wie eine analoge MMS.


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