Guerillas am Gehsteig

Stadtleben | Guerilla-Writing: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 33/11 vom 17.08.2011

Kleinkrieg in der Stadt: Kochen, Backen, Gärtnern oder nur Spaß - momentan geht gar nichts ohne Guerilla

Eine aufgeräumte Altbauwohnung am Donaukanal, die Möbel sind Designklassiker, Kunst an den Wänden. Eine gedeckte Kaffeetafel, das gute Porzellan, Gebäck: kunstvoll verzierte Küchlein, Kekse wie von der Oma. Eine Guerillabäckerei stellt man sich anders vor. Guerillabäckerinnen aber auch. Sarah, Vanessa und Isabel, drei bildhübsche wie lautstarke Schwestern aus Vorarlberg, die jüngste 25, die älteste 37, veranstalten seit Mai einmal im Monat ihre "Guerilla Bakery“.

Sonntags wird ab sieben Uhr in der Früh gebacken, nachmittags kommen die Gäste. Nicht ein paar Freunde: Im Stiegenhaus stehen schon eine halbe Stunde vor der Eröffnung Wildfremde Schlange fürs Guerillagebäck. Bis zu 450 Portionen, das muss man erst einmal gebacken kriegen. Cupcakes, Cookies und Kuchen gibt’s nicht geschenkt, sondern zu Konditoreipreisen. "Fuck the Backmischung“ lautet der Kampfruf der drei


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