Wien, wo es isst

Der Schillerplatz, oder auch das Beisl-Exerzier-Gebiet

Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 33/11 vom 17.08.2011

Schwer zu sagen, ob es an einer stadtplanerischen Fehlleistung lag oder ob die Lage zwischen den unüberwindlichen Verkehrsströmen Getreidemarkt und Opernring sowie den Meeren der Stille Maria-Theresien-, Karlsplatz und Burggarten dafür sorgt, dass das Schillerplatz-Grätzel ein vergleichsweise ungestörtes Inseldasein führt. Allerdings scheint auch der Boden für Gastronomie ein guter, so manches Lokal hält sich hier schon seit 25 Jahren, andere, von Anfang an hoffnungslose zumindest schon seit ein paar Jahren.

Es gibt aber auch Gutes. Das neue Amarantis zum Beispiel, vor zwei Monaten in der ehemaligen Grotta Azzurra eröffnet, und zwar von Mino Zaccaria, einem in der Wiener Gourmetszene sehr bekannten Mann und Topprofi. Küchenchef Thomas Wohlfarter kocht hier eine ganz fantastische austromediterrane Linie, das Milchkalbsbeuschel mit Meeresschnecken hat das Zeug zum Klassiker. In der Bar gibt’s ein paar Kleinigkeiten, fein, da herrscht noch Potenzial.

Der Schüttelbrot-Greißler

Der

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