"Immer ein bisschen fremd sein“

Steiermark | Bekanntmachung: Maria Motter | aus FALTER 33/11 vom 17.08.2011

Barbi Markoviæ, die kommende Stadtschreiberin in Graz, über Porno, Bernhard und Batman

Einen Text von Thomas Bernhard zu remixen, das muss man sich erst einmal trauen. Doch so denkt Barbi Markovi´c gar nicht. Vielmehr hat die gebürtige Serbin Bernhards Novelle "Gehen“ wunderbar zum Buch "Ausgehen“ gemacht. Statt Bernhards männliche Figuren beim Spazieren, begleitet der Leser drei junge Frauen beim Ausgehen in Belgrader Clubs. 97 Seiten kurz und lang. Ihren Humor voll feiner Reflexion und Klugheit hat Markovi´c nicht von Bernhard, das wird beim Gespräch in der Wiener Cafébar und Buchhandlung phil schnell klar. Bald packt Markovi´c einen Koffer für Graz. Auf Einladung der Stadt, betreut von der Kulturvermittlung Steiermark, wird sie für ein Jahr als Stadtschreiberin hier leben. Um sich wo wohlzufühlen, braucht Markovi´c nicht viele Dinge. Ihren Computer. "Und Internet, das gibt es im Cerrini-Schlösschen“, sagt sie. Der Kommentar "Selbst am Schlossberg!“ irritiert sie.


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