Neu im Kino

Der wilde Wilde Westen: "Cowboys & Aliens“

Lexikon | Michael Pekler | aus FALTER 34/11 vom 24.08.2011

Ich weiß, die Kritik mag diesen Film nicht besonders.“ Was Daniel Craig über "Cowboys & Aliens“ behauptet, ist eine glatte Untertreibung. Die ernstzunehmende US-Kritik hasst diesen Film, obwohl - oder wahrscheinlich: weil - er zwei prototypische amerikanische Genres zusammenpappt. Dass der von Jon "Iron Man“ Favreau inszenierte Bastard auf einer Graphic Novel beruht, wird ihm auch nicht als Entschuldigung angerechnet. Craig ist der namenlose Fremde ohne Gedächtnis, dafür mit einem monströsen Armreifen, der wie wild zu blinken beginnt, wenn die Aliens in ihren Raumschiffen das Wüstenkaff überfallen, wo sie Craig gerade in den Knast stecken wollen. Nun schlägt sich auch Harrison Ford als tyrannischer Rinderbaron auf die Seite der Guten. Hat das bis dahin noch irgendwie Unterhaltungswert (die Aliens gehen mit einer Art stählernem Lasso auf Siedlerjagd), ist die Verfolgung der Möchtegern-Predatoren gemeinsam mit den neuen indianischen Freunden bis zum abschließenden Showdown am und im Mutterschiff nur noch lächerlich. Vor 50 Jahren wäre das wahrscheinlich ein kurzweiliger Cold-War-Paranoia-Trash gewesen.

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis und Haydn)


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