Ein Herz für das gebeutelte Eisenerz

Steiermark | aus FALTER 34/11 vom 24.08.2011

Das Theater im Bahnhof widmet sich einer Krisenregion

In Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative eisenerZ*ART hat das Grazer Theater im Bahnhof für die Stadt Eisenerz eine, wie sie es nennen, "Heimatfilmperformance“ erdacht. Im Zentrum steht natürlich die von Abwanderung und Überalterung bedrohte obersteirische Stadt. "8790... und Hoffnung auf immerdar“ ist eine Performance in der Performance. Der Inhalt: Es wird ein TV-Projekt vorgestellt, man lernt Regisseur und Schauspieler kennen. Der Regisseur hat bereits ein "Making of“ des neuen Formats mit. "Ein Sohn unserer Gemeinde“ heißt es und soll unverheiratete Frauen und Männer in die Region bringen. Das ist die Ausgangssituation, es machen sich aber doppelte Böden auf. So treffen etwa Schauspieler auf Leute der dortigen Gegend, Realität und Fiktion werden also ineinanderfließen. Die Produktion, so heißt es dazu, "legt auf humorvolle Weise den Finger in die Wunde von Regionen, die sich neu definieren müssen“.

Regie führt Helmut Köpping, das Script stammt von Pia Hierzegger, für das "Making of“ zeichnet die Filmemacherin Johanna Moder verantwortlich und auf der Bühne stehen etwa Juliette Eröd oder Lorenz Kabas. Nach der einmaligen Aufführung in Eisenerz geht die Produktion ab Oktober auf Steiermark-Tournee. TS

Bergmannplatz 3, Eisenerz, Sa 18.30 (Premiere)


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