Seinesgleichen geschieht  

Warum keinen mehr interessiert, wer Recht hat, rechts oder links

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 34/11 vom 24.08.2011

Es geht ein Gespenst um in Europa, das Gespenst der Linken. Den auslösenden Impuls dazu lieferten die plündernden Jugendlichen (die keine Linken waren) in London und anderen englischen Städten. Unruhig wurde das intellektuelle Publikum, das sich mit großem Interesse Krawalle, Kriege und Revolten aus Ländern des Südens ins Wohnzimmer liefern lässt, aber doch etwas blasser um die Nasenspitze wird, wenn es vor ihrer Haustür brennt.

Seither erfreuen wir uns nicht nur an verschiedenen Erklärungsmodellen für konsumistische Exzesse der etwas anderen Art. Wir werden auch Zeugen einer Selbstgeißelung konservativer bis reaktionärer Kommentatoren, die plötzlich zur Einsicht gelangen, dass die Linke mit vielem, ja allem Recht hat, dass die Welt according to the right einigermaßen aus dem Ruder läuft und dass etwas im Busch ist, für das Busch eine unstatthafte Verniedlichung wäre.

Den Anfang machte der englische Kommentator Charles Moore, ein alter Reaktionär, Biograf Margaret Thatchers


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