Einstürzender Altbau

Politik | aus FALTER 34/11 vom 24.08.2011

Obwohl alle Fakten seit Jahren bekannt sind, gerät die Parlamentssanierung zur unendlichen Geschichte

Bericht: Joseph Gepp

Nicht nur der Energieverlust im Parlament sei "exorbitant“. Auch könne das Haus wegen mangelnden Schutzes zur "Brandfalle“ werden. Und das Dach sei "nur bedingt tragfähig“. Im Hohen Haus am Ring bestehe solcherart "Gefahr für Leib und Leben“.

Die Einschätzung des Architekturkonsulenten Matthias Rant ist nicht etwa neu. Sie stammt aus dem Jahr 2009. Zwei Jahre später muss wie zur Bestätigung der Nationalratssaal gesperrt werden. Das Glasdach ist akut einsturzgefährdet. Nun verstellen Stahlträger den Blick auf den Saal von 1956. Einige hunderttausend Euro kostet die Reparatur, dann geht das Wursteln weiter.

Seit Jahren ist bekannt, wie sanierungsbedürftig Theophil Hansens Prachtbau ist. In 1600 Räumen gibt es keine einzige Brandschutztür. Damit Schneemassen im Winter nicht das Dach eindrücken, muss es von innen beheizt werden.

Trotzdem zieht sich - Kosten


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