Als Henry Kissinger und Jiang Zemin Tango tanzten

Politik | aus FALTER 34/11 vom 24.08.2011

40 Jahre lang prägte Henry Kissinger die China-Politik der USA. Nun hat er ein persönliches Buch über sein Reich der Mitte verfasst

Rezension: Cornelia Vospernik

Zugegeben, ich zögere, dieses Buch zu rezensieren. Kissinger nämlich flößt mir Respekt ein. Das muss ich der Fairness halber jetzt gleich einmal klarstellen. Erstens gehört er zu den wenigen wirklich beeindruckenden Politikern, die ich jemals getroffen habe, auch wenn Interviews mit ihm eher etwas von einem Monolog im Beisein eines menschlichen Mikrofonständers haben, zweitens und vor allem aber habe ich Respekt vor der historischen Dimension: Dieser Mann flog auf Geheimmission nach China, um Nixons ersten Besuch 1972 einzufädeln, als ich noch nicht einmal auf den Lindenbaum vor unserem Haus klettern konnte. Und jetzt schreibt er darüber. Aber ich nehme es als Herausforderung. Und fasse die 600 Seiten und nehme mir vor, extra streng zu sein.

Vielleicht ist es ja ein Buch des Zuschnitts "Ich bin super, und um China geht


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