Nachgetragen  

Politik | aus FALTER 34/11 vom 24.08.2011

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Gebührenerhöhungen: Die fetten Jahren sind auch in Wien vorbei

Joseph Gepp

Parkschein, Kanal, Müll, Autoabschleppung, Wasser: Ab 2012 müssen Wiener teils empfindlich höhere Gebühren zahlen. So wird ein 30-Minuten-Parkschein 65 statt bisher 60 Cent kosten - 8,3 Prozent mehr. Die Entleerung eines Mistkübels schlägt sich mit 4,24 statt 3,99 Euro zu Buche. Wasser verteuert sich gleich um ein Drittel, von 1,30 auf 1,73 Euro je Kubikmeter.

Offiziell spricht die rot-grüne Koalition von Inflationsanpassung und Qualitätssicherung - tatsächlich ist die Finanzlage der Stadt trist: Der Schuldenstand hat sich seit 2005 auf 3,07 Milliarden Euro verdoppelt. Die Krise schlägt sich darin ebenso nieder wie teure Sozialmaßnahmen à la Gratiskindergarten.

Zu den Erhöhungen kommen weitere Preissteigerungen bei Gas und Fernwärme ab Herbst - dies ist jedoch auch auf Rohstoffpreise zurückzuführen. Zusätzlich wurden im letzten Budget die Wohnbauausgaben

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