7 Sachen die Sie über Graffiti eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 34/11 vom 24.08.2011

Graffiti? Wird heute noch gesprüht?

Die Szene ist in diesem Jahr besonders aktiv: Die ÖBB klagen über rund eine halbe Million Euro Sachschaden. Etwa 20 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des vorigen Jahres.

Wurden Sprayer erwischt?

Zu Monatsbeginn wurden drei Sprayer festgenommen. Bisher wurden heuer bereits 20 angezeigt.

Man sieht Tags oft auch auf Zugfenstern ...

Diese Tags sind mit Säure geätzt oder ins Glas gekratzt und deshalb beliebt, weil sie schwer zu entfernen sind.

Ist das Reinigen denn echt so teuer?

Laut ÖBB betragen die Kosten satte 10.000 bis 100.000 Euro pro Zug.

Warum lassen sie die Graffiti dann nicht?

Vollgesprühte Fassaden, Karosserien oder Fensterscheiben sind nun mal nicht jedermanns Sache. Besonders, weil Graffiti ja nicht automatisch Banksy bedeutet. Im Gegenteil: Die Mehrheit besteht aus simplen Tags, also Initialen oder Kürzeln, die eher Kindergekritzel ähneln denn Streetart.

Welche Stile werden aktuell bevorzugt?

Die am weitesten verbreitete Form ist das Writing, also das Sprayen von Pseudonymen und Namen, aber auch von Zahlenkombinationen. Das Writing gilt neben MCing, DJing und B-Boying oder Breakdancing als das vierte Element des Hip-Hop. Es wird auch benutzt, um Reviergrenzen zu markieren.

Wo kauft man Sprayer-Utensilien?

Mittlerweile kann man alles Nötige und Unnötige im Netz kaufen: von betont coolen Graffiti-Clothes, Atemschutzmasken, Sprays bis zu sogenannten Trainpals, Zeichenblöcken, in denen Züge, Bims und Busse diverser Großstädte maßstabgetreu abgedruckt sind, um Graffiti zu planen. Sprayen nach Zahlen, sozusagen.


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