Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (28)

Stadtleben | aus FALTER 34/11 vom 24.08.2011

Herr G. möchte wissen, ob es rechtens sei, im Supermarkt Obst zu kosten, ehe man es gekauft hat?

Es würde gewiss negativ auffallen, in der Obstabteilung ein Messer zu zücken, um eine Melone zu zerteilen. Anders bei kleinteiligen Früchten, wie etwa Kirschen oder Weintrauben: Oft blättert man ein kleines Vermögen für pralle Kirschen hin, deren Aussehen die perfekte Süße verheißt, die sich hernach aber als nichts als wässrige Zellulose entpuppen. Andererseits: Wer will schon Weintrauben kaufen, deren Rückseite skelettiert und abgeerntet ist? Wenn also vorkosten, dann lose Früchte, die ohnehin in den Körben zurückbleiben würden!

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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