Fußball 

Es gibt Spiele, da könnte man den Platz stürmen

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 34/11 vom 24.08.2011

Wolfgang Kralicek wurde beim Derby in Gedanken zum Ultra

Warum es beim Wiener Derby diesmal keinen Platzsturm gab, ist im Grunde unverständlich. Erstens war Rapid um nichts besser als damals im April. Zweitens hätten die noch nicht mit Stadionverbot belegten Ultras sich auf diese Weise elegant aus dem Dilemma befreien können, in dem sie sich seit Wochen befinden: Sie strafen die Mannschaft mit Missachtung, gehen aber trotzdem immer noch hin. Drittens hätte der Rapidler Prokopic (den komischerweise alle "Prokopits“ nennen) das brutale Frustfoul nicht begangen, für das er in der Schlussphase die Rote Karte sah. Und viertens hätte man ein 0:3 auch auf dem grünen Tisch haben können - und sich dafür den Anblick von schmerzhaft schön herausgespielten Austria-Toren erspart. Im Ernst: Ich weiß natürlich, dass ein Platzsturm keine Lösung ist. Eine andere fällt mir aber gerade nicht ein.


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