Wien, wo es isst  

Sandleitenhof: hungrige Stadt in der Stadt

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 34/11 vom 24.08.2011

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Von seinem Gesamtkonzept her ist der Sandleitenhof - 1924 bis 1928 errichtet, mit knapp 1600 Wohnungen und 5000 Einwohnern definitiv der größte Gemeindebau der Stadt, größer als der Karl-Marx-Hof - absolut faszinierend: Als eigene Stadt angelegt, mit Bibliothek, Kino/Theater, Wäscherei, Kindergarten, Turnsaal, Park, Bad, Hochhaus, 75 Geschäftslokalen, 1936 bekam der Hof vom Dollfuß-Regime sogar eine Kirche - die "Vater-Unser-Garage“ - aufs Aug’ gedrückt.

Heute wohnen hier noch gut 4000 Menschen, von der Infrastruktur existiert aber quasi gar nichts mehr. Das liegt sicher auch an der unmittelbaren Nachbarschaft zu einem Supermarkt-Giganten, aber nicht nur. Es liegt auch an fehlenden Konzepten, an fehlender Fantasie, an fehlendem Willen.

Schöner Platz, leere Lokale

In der Anlage selbst gibt es minimale Restbestände einer kulinarischen und gastronomischen Versorgung, eine Filiale der Bäckerei Ruhm, die derzeit aber nur vormittags geöffnet hat, am


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige