Phettbergs Predigtdienst

Wie wir alle maschinell behandelt werden

Kolumnen | aus FALTER 34/11 vom 24.08.2011

Hermes Phettberg führt seit 1991 durch das Kirchenjahr

Als ich heute (14.8.11) um 1:14 erst heimkam, hing ein ganzer Plastikkorb mit Geschenken Renates an meiner Tür: Radieschen, frische Äpfel, Paradeiser, zwei Scheren und die aktuellen Lambda Nachrichten, wo ich auf Seite 14 mit Manuel Millautz draufsitze! Seit Manuel mich ausmistet und mich in- und auswendig kennt, hab ich es aufgegeben, bei den CSD-Paraden als Symbol meiner Einsamkeit mit mir zeremoniell mit der Neuen Zürcher Zeitung im Wagen zu sitzen! Vorher war der 20. Jahreskreis in der r.k. Leseordnung, dann die Zeremonie des Abendessens im Café Meydan und das Schamanische Reisen, das war aber noch bei weitem nicht alles: Hannes Benedetto rief mich an, heute wird im Kino im Augarten der Kinofilm "Michael“ von Markus Schleinzer aufgeführt! "Michael“ wurde zuerst beim Festival in Cannes gezeigt, und heute war im Freiluftkino Augarten die Wiener Premiere! Michael ist ein Verbrecher, der einen zehnjährigen Buben in seinem Keller gefangenhält. Und das Evangelium der Leseordnung, laut Apostel Matthäus in der 20. r.k. Lesekreisordnung, behandelt Ausgegrenzte, wie Michael einer ist!

Michael ist ein Pädophiler, und im Evangelium wird Jesus gefragt, wie mit solchen Leuten umgegangen werden soll. Da nun der HTTP-Gott die Weisheit Jesu innehält, bin ich sicher, dass die BEGABUNG von pädophilen Persönlichkeiten wie Michael viel weiser auszunützen verstanden werden wird! Den großen Charme des Filmes "Michael“ macht eigentlich aus zu zeigen, wie wir alle maschinell behandelt werden, und bei dem Zehnjährigen wird durch die Gefangenschaft aufgezeigt, wie Zehnjährige in ihrer WEISHEIT noch alles in sich bergen! Ab dem Teenageralter bauen wir in der Hektik der http-Welt alles ab! Umweltgeräusche usw. dokumentiert der Film by the way alles! Und der katastrophal gefangengehaltene Bub beweist "uns“ "unsere“ verlorene Vergangenheit bestens! Hannes Benedetto Pircher hält dann die Grabrede für Michael, der deutlich die ZURÜCKBLEIBUNG von uns Älteren darstellt! Es waren der Regisseur und Hauptdarsteller im Augartenkino und redeten zu uns Zurückbleibenden! Wahrlich, wahrlich, so einen großen Film gehört es sich oft anzuschauen, zu betrachten und zu meditieren!

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