"Damals war das eine Art Parallelwelt“

Lexikon | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

Als das Volksstimme-Fest noch geholfen hat: Kurt Palm erinnert sich an die wilden Siebziger

Seit 1946 findet auf der Jesuitenwiese im Prater Anfang September das Volksstimme-Fest statt, heuer sind Das trojanische Pferd (Sa) und Attwenger (So) die Headliner. Auf dem nach dem Zentralorgan der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) benannten Fest begeisterten einst sowjetische Sportstars, kubanische Musiker und linke deutsche Liedermacher die Massen. Den Kollaps des Kommunismus und die Einstellung der Tageszeitung Volksstimme hat das Volksstimme-Fest zwar überlebt. Aber was hat es noch zu bedeuten? Der Autor und Regisseur Kurt Palm, 56, spricht über Vergangenheit und Gegenwart einer Wiener Institution.

Falter: Wann waren Sie das erste Mal am Volksstimme-Fest?

Kurt Palm: 1974. Damals war ich Mitglied der Kommunistischen Jugend in Vöcklabruck, und wir sind nach Wien autogestoppt. Man muss sich vor Augen führen, was das für eine Zeit war: Das war ein Jahr nach dem Putsch in Chile und ein


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