Kommentar

Pflicht statt Kür: Eine Reichensteuer muss global organisiert sein

Vermögenssteuer

Falter & Meinung | Wolfgang Zwander | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

Wenn sich jemand so überlegen fühlt, dass er offen die Position seines Gegenspielers einnimmt, kann das für den Zweiten nichts Gutes bedeuten. Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass sich Reiche und Superreiche für mehr Umverteilung nach unten einsetzen.

Im Vorjahr gaben 40 US-Milliardäre bekannt, dass sie die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke spenden wollen. Mehr als ein Dutzend französischer Topmanager verlangten vergangene Woche mehr Solidarität von den oberen Zehntausend. In Deutschland haben sich jüngst fünfzig Millionäre mit dem Appell an die Öffentlichkeit gewandt, die Politik möge ihr Vermögen höher besteuern und sich dafür einsetzen, dass endlich die Steueroasen geschlossen werden.

Die Rechnung der Vermögenden, das geben viele unter ihnen ganz offen zu, ist denkbar einfach: Wenn sich die Kluft zwischen unten und oben nicht zu schließen beginnt, drohen Revolutionen mit unheilvollem Ausgang. Die Schlauen unter den Reichen haben erkannt, dass sie den


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