Warum Rot-Grün das "kleine Glück“ in Wien verbieten müsste

Politik | Stefan Apfl | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

Als Finanzstadträtin Renate Brauner entschied, die Anzahl der gehobenen Hände bei der Abstimmung über den Antrag 5.06 sei so eindeutig, dass man sich das Abzählen sparen könne, da schienen zwei Dinge gewiss: Die Basis der Wiener SPÖ hatte überraschend ein Verbot von Glücksspielautomaten in der Bundeshauptstadt beschlossen. Und die Parteispitze rund um Bürgermeister Michael Häupl würde sich nicht an diese Entscheidung halten.

Einen "Verrat der Parteispitze an der Basis“ nennt der Standard deshalb jenen rot-grünen Gesetzesentwurf, den ein Whistleblower Anfang vergangener Woche an die Öffentlichkeit brachte. Darin sind zwar Restriktionen für das "kleine Glücksspiel“ vorgesehen, so sollen etwa Einzelaufstellungen verboten und künftig nur Spielsalons mit je 50 Geräten erlaubt sein. Das im Mai beschlossene Verbot der Automaten in Wien ist allerdings nicht vorgesehen.

Dabei steht dem Verbot politisch nichts entgegen, fordern doch auch die Grünen die Abschaffung des "kleinen


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