Wie der neue Goldrausch das Grauen über die Welt bringt

Politik | Rezension: Nikolaus Jilch | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

Das Schwarzbuch Gold dokumentiert die furchtbaren Zustände im Rohstoffbusiness. Die Analyse bleibt dennoch unvollständig

Für das Timing gibt es die Bestnote. Das "Schwarzbuch Gold“ von Brigitte Reisenberger und Presse-Journalist Thomas Seifert kommt zu einer Zeit in den Handel, in der es so viel Aufmerksamkeit für das gelbe Metall gibt wie seit 1980 nicht mehr. Damals endete die letzte Gold-Blase in einer Hysterie - danach war es fast 30 Jahre lang ruhig um Gold.

Spektakuläre Kursgewinne in den vergangenen Monaten haben das Metall wieder in die Schlagzeilen gebracht. Wer nach den Gründen für den langanhaltenden Aufwärtstrend beim Goldpreis und dessen Zusammenhang mit Finanzkrise, Schuldendebakel und Inflation sucht, wird im Schwarzbuch aber nicht fündig. Dieses sucht vielmehr, so der Untertitel, nach den "Gewinnern und Verlierern im neuen Goldrausch“. Hier liegt die Stärke des Buches: in den Reportagen aus Goldförderländern in Afrika, Asien und Europa.

Gold als Krisenwährung


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige