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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

Wer hätte gedacht, dass der Staberl, Kronen-Zeitungs-Kolumnist Richard Nimmerrichter, der vor wenigen Wochen mit 90 Jahren aus der Pension zurück zur Krone gekehrt ist, auch volksbildnerisch tätig ist? Seit Nimmerrichter wieder seine Staberl-Kolumnen füllt, wird dort gewienert, dass jeder Simmeringer Krocha neidig werden könnte - wenn er noch verstünde, was der Krone-Altkolumnist schreibt.

Der Gaddafi zum Beispiel, der war "schofel zu Österreich“ - ein Ausdruck, den wohl nur versteht, wer wie Staberl Jahrgang 1920 ist. In seinen Kolumnen erlebt das "Fuzerl“ ein Revival, die "Pratzen“ wird gehoben, es wird "abgebusselt“ und was "gar nicht fesch“ ist, ist "kein Renner“. Manches ist eine "Hinterfotzigkeit“, und "zu diesem Behuf“ wird "fortgewurstelt“. Das "macht auch nix“. "Na Küss d’ Hand“ heißt es zum Schluss. Das ist so retro, das hat Kultpotenzial. Für alle, die es wissen wollen: Auf Hochdeutsch bedeutet das wienerische "schofel“ geizig oder schäbig.


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