Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

Ach, diese Studien! Forscher der australischen Universität Queensland haben erhoben, dass Fernsehen die Lebensdauer verkürzt. Jede Stunde vor der Glotze lässt einen 22 Minuten früher sterben. Da ich jeden Tag etwa drei Stunden fernsehe, werden mir am Ende zweieinhalb Jahre fehlen. Als TV-Bürger hat man ohnehin ein schlechtes Gewissen, da man bessere Dinge machen könnte, während sich das Abendprogramm in aller Zähigkeit vor einem ausbreitet, Freunde treffen zum Beispiel. Und aus dem Regal zwinkern Stapel ungelesener Bücher herüber.

Werden demnächst Totenköpfe neben den Senderlogos vor dem TV-Konsum warnen? Und welcher geheimnisvolle Virus führt zu dem vorzeitigen Blackout? Darauf geben die Australier eine unbefriedigende Antwort: TV tötet durch das konsumierte Fastfood und die blockierte Körperbewegung. Als würde man beim Lesen nicht zu Chips greifen. An die Altersprognose meiner Computerkollegin wage ich gar nicht zu denken.


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