"Die Leute sind eben Märchenfilme gewohnt

Feuilleton | Interview: Maya MacKechneay | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

In seinem ersten Spielfilm "Michael“ erzählt Markus Schleinzer von Entführung und Missbrauch eines Kindes - aus der Sicht des Täters

Markus Schleinzer ist 40 Jahre alt und schaut bereits auf eine Filmografie mit gut 60 Titeln zurück: Für praktisch jeden größeren österreichischen Kino- und Fernsehfilm der letzten Jahre hat sein Büro Vendettafilm das Casting besorgt, darunter Michael Hanekes "Das weiße Band“, Ulrich Seidls "Hundstage“ oder Stefan Ruzowitzkys Oscarfilm "Die Fälscher“. Reich geworden ist er davon trotzdem nicht: Schleinzer lebt bis heute in einer WG. "Michael“, sein erster Spielfilm als Regisseur, lief im Frühjahr im Wettbewerb von Cannes.

Falter: Herr Schleinzer, "Michael“ ist Ihr erster Film als Drehbuchautor und Regisseur. Wieso zog es Sie zum harten Thema Kindesentführung und Missbrauch?

Markus Schleinzer: Dem konnte man im Jahr 2008, als ich zu schreiben begonnen habe, einfach nicht entgehen: Das war der Sommer des Entführungsfalls "Madeleine“.


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